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Rackeriges 
 Geschichten, die die Kater schrieben

So oft es geht, halte ich die drei Racker im Bild fest. Es gibt aber Momente, über die kann man nur schreiben...

Viel Spaß bei den rackerigen Geschichten, ich hoffe ein Schmunzeln begleitet Sie beim Lesen.

 

 

e-on erhöht die Gaspreise - uns doch egal, wir haben drei Racker.

 

Kennen Sie das: Sie wachen des nachts schweißgebadet auf und wissen nicht warum? Wenn ja, haben Sie entweder etwas ausgefressen, oder eine oder mehrere Katzen im Haus. Wie neulich bei uns zu Hause...

Ich möchte schon mal vorausschicken, dass ich nichts ausgefressen habe! Nur um das klar zu stellen.

Im Juli schweißgebadet aufzuwachen ist ja eigentlich nichts Besonderes. Nur hatten wir die Nacht 14 Grad....Was war passiert? Ganz einfach drei Radiatoren mit Pelz, auf Stufe 12 gestellt, heizten mich auf. Major kuschelte sich an meinen Hals (seine Schnauze drückte er mir unter das Ohr). Gangster achtete darauf, das meine Brust keine Zug erwischt und drückte sich ganz fest ran und Bandit macht sich wohl Sorgen um meine Bandscheiben, der Rücken wurde auch gewärmt. Also, liebe Gasversorger, erhöht die Preise sooft ihr wollt. Wir haben vorgesorgt!

 

Wasser marsch!

 

Neulich auf der Couch. Ein herrlich langweiliger Sonntag. Herrchen daddelt von der Couch aus am PC, Frauchen liest ein Buch...Alles ruhig, alles so herrlich schön entspannend langweilig. Plötzlich rauscht die Spülung der Gästetoilette....wir hatten an diesem Tag keine Gäste! Herrli und ich saßen, wie schon gesagt auf der Couch und blickten uns ziemlich ratlos an...Da! Schon wieder! Es rauscht die Spülung....

Kurzes Durchzählen der Racker: Racker 1 - liegt auf dem Kratzbaum. Racker 2 - döst auf der Couch. Racker 3: abwesend....aha....

Ein kurzer Blick in die Gästetoilette ( die während des Durchzählens ständig immer wieder mal kurz rauschte) zeigt den Übeltäter: Bandit sitzt auf dem Wasserkasten mit integriertem Abzug und ist fröhlich am vor- und zurückwippen. Beim Zurückwippen rauscht es und Bandit scheint uns ganz happy anzugrinsen.....Der Sonntag war ihm wohl eine Spur ZU langweilig gewesen.

 

Banzaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!!

Von Katzen gedultete Herrchen und Frauchen kennen sie - und fürchten sie teilweise: die rasenden 5 Minuten! Wie von der Tarantel gestochen saust die vorher noch müde dösende Katze durchs Terrain, vergisst jegliche Erziehung, springt über Tische, Bänke und Stühle, rast die Treppe hoch (falls vorhanden), schlägt im ersten Stock eine Schneise der Verwüstung (und wenn es nur das gemachte Bett ist) rast die Treppe runter (möglichst durch die Beine eines Menschen, der dabei fröhlich mit den Armen zu rudern beginnt) und legt sich dann auf den Lieblingsplatz um sich zu putzen und danach wieder in eine Schlafphase zu fallen. Nicht ohne vorher, die dem Herzinfarkt nahen Menschen, mit einem "War was?"-Blick zu bedenken.

Major beherrscht das in Perfektion! Seine 5-Minuten-Kurzraserei nahm jedoch eines Tages ein abruptes Ende. Nämlich dann, als er auf dem Höhepunkt seiner Speedralley versuchte vom 1,50 m hohen Kratzbaum an die Tapete zu springen um sich dort einzukrallen.

Wir ´aben aber keine Tapete.....

Ein kurzes sssssssssssssssst - bumm war das Ergebnis. Er rauschte mit dem Bauch an der Wand und sich mit allen 18 Krallen krampfhaft am Putz festhaltend (ssssssssssssssssssssst) mit  einer affanartigen Geschwindigkeit erdwärts. (bumm)

Wir haben nicht gelacht! :-)))))))))))))) Nein, ganz ehrlich: WIR HABEN NICHT GELACHT! :-)))))) Es ist auch nichts passiert - außer einem, ein klein wenig angekratzten Katerego....

 

Das Boot - Director´s Cut in Black-Silver

 

Die Badewanne, unendliche Weiten, wir schreiben den Frühsommer 2007. Bandit turnt schon seit längerem auf dem Badewannenrand und beobachtet, wie sich die Wanne füllt. Frauli steht daneben um im Fall der Fälle möglichst schnell eingreifen zu können. Aussperren geht leider nicht, im Bad stehen die Katzenklos. Gerade als sich Bandit abwendet und Frauli das als Entwarnung wertet, wendet sich Bandit offensichtlich wieder zurück und.....genau....plumpst rein. Das Wasser ist tief, der Schaum ist hoch, Bandit pflügt durch die Wanne.  Nach einer erstaunlich kratzerlosen Rettungsaktion sitzt Bandit in ein Handtuch eingewickelt auf Fraulis Schoß am Boden. Frauli macht sich Sorgen, wie der kleine Kerl das Abenteuer wohl überstanden hat. Bandit macht sich Sorgen um den Papierfetzen, mit dem er vorher gespielt hat und bespielt diesen, während er noch im Handtuch eingewickelt ist. Soviel zu: Sorgen machen... Ein Hauch von Kokos umweht den Silberling fortan. Die Badewanne hat seitdem ihre Faszination nicht verloren, er sitzt nun immer auf dem Fensterbrett. <Abspann>

 

Tür zu!

 

30.07.2007

Bandit weiß es genau. Er weiß es sogar ganz genau! Er weiß dass es verboten ist in der Küche auf die Arbeitsplatte zu springen. Das hat zum Einen hygienische Gründe und zum Anderen möchte ich damit vermeiden, dass mir plötzlich einer der Racker in die heiße Pfanne hüpft, wenn ich gerade am kochen bin. Und trotzdem...Immer wieder hüpft das Kerlchen in der Küche auf die Arbeitsplatte. Immer wenn ich nur 2 Racker im Blickfeld habe, die Küchentüre offen steht und es verdächtig ruhig wird, gehe ich mal nachsehen. Tatsächlich: unser Bandito sitzt auf der Arbeitsplatte und klackert mit einem gekochten Ei, das in einer Glasschüssel liegt. Schimpfen – rausjagen – er maunzt – er reibt seinen Kopf an meinen Beinen – Ende der Vorstellung.

Minuten später sehe ich, wie Gangster und Major jagen spielen. Gangster + Major = 2 Kater. Wo ist Nummer 3? Ein Blick in die Küche: Bandit sitzt auf der Spüle und nascht von unseren dort abgestellten Frühstücksbrettern! Schimpfen – rausjagen – er maunzt – er reibt seinen Kopf an meinen Beinen – Ende der Vorstellung.

Als ich wiederum Minuten später die Küche betrete: Bandit sitzt in der Spüle und hypnotisiert den Wasserhahn: „Bitte tropf noch mal“. Also heißt es wieder: Schimpfen – rausjagen – er maunzt – er reibt seinen Kopf an meinen Beinen – Ende der Vorstellung. Es reicht! Es reicht definitiv! Da gibt es nur eins: TÜR ZU!! Mit lautem Knall!

Damit wir uns richtig verstehen werte Leser; nicht ich habe die Tür zugeschlagen, das war Bandit der wohl endlich ungestört in der Küche sein Unwesen treiben möchte, ohne dass da ständig ein Mensch kommt, der schimpft und ihn rausjagt, so dass er maunzen und seinen Kopf an mir reiben muss.

 

 

Wer war das?

 

31.07.07

Besagtes Ei von gestern liegt auf dem Boden. Drei Paar Vorderpfoten schubsen es durch die Küche. Meine Frage, nach dem Übeltäter wird von den Rackern schlichtweg überhört, aber ich hätte schwören können, dass Bandit´s Blick sagt: „Ich war es ausnahmsweise mal nicht!“ Die Enttäuschung ist groß, als ich ihnen ihre Beute entreiße. Sehr groß! Drei traurige Augenpaare folgen dem Weg des Ei´s zum Abfalleimer. „Wie kann man so was nur wegwerfen?“ scheinen sie zu sagen. Was bleibt mir anderes übrig, als in den Keller zu gehen und ein Dekoteil aus der hintersten Kiste mit der Aufschrift „Ostern“ zu holen? Riesig ist die Freude, als der Plastikhohlkörper mit lautem Klackern und Klicken über das Laminat hüpft! Was offensichtlich bei den dreien die Frage aufwirft, ob es noch mehr davon da unten gibt. Nachdem das Plastikei mit Schmackes unter die Couch gedonnert wurde, setzen sie sich vor die Kellertür und verlangen Nachschub. Ein Verhaltensforscher äußerte mal, dass Säugetiere, außer Affen, keine logischen Zusammenhänge erkennen könnten, sondern lediglich instinktgerichtet agieren. Die drei Racker wissen dann wohl instinktiv, dass wir im Keller eine Schachtel mit Plastikostereiern haben. Kann der Mensch sich eigentlich Instinkte zulegen? Ich hätte auch gerne welche!!!

 

 

 

Andersartig

 

31.07.2007

Mir ist aufgefallen, dass, sobald ich mich der Rubrik „Rackeriges“ zuwende, immer nur Bandit und Major die Protagonisten sind. Gangster ist einfach „nur“ lieb, süß und möchte gefallen. Seine Annäherungen sind zurückhalten, fast schüchtern. Er freut sich gigantisch, wenn man sich ihm zuwendet, ist aber nie aufdringlich. Er stellt nichts an und heckt nie etwas aus. Er ist sozusagen der Klassenstreber mit Nickelbrille, der den Lehrer um mehr Hausaufgaben bittet. Er ist ein wirklich braver Kerl und hat seinen Namen eigentlich nicht verdient. Sollte er aus der Art geschlagen sein? Ob ich den Tierarzt konsultieren sollte? Irgendwas kann ja eigentlich nicht mit ihm stimmen! Wo ist er überhaupt? Ahh!! Er sitzt auf der Microwelle – verbotener Platz- und schnüffelt in der Obstschale – noch verbotener! O.k. Frauchen ist beruhigt! Er ist wohl doch nicht aus der Art geschlagen, der Gangster - ein echter Racker eben!

 

 

Senkrechtstarter

 

10. 08. 2007

Haben Sie schon mal einen Mungo beobachtet, der eine Schlange fangen will? Wie, sie waren noch nie in Indien? Keinen Fernseher? Nun gut. Die Mungos schleichen sich todesmutig an die Schlange heran. Wenn das Schuppentier unvermittelt zustößt springt der Mungo blitzartig in einen sicheren Bereich zurück. Jetzt fragen Sie sich sicher was das mit den drei Rackern zu tun hat. Ganz einfach:  Wenn sich die drei erschrecken springen sie, einem Mungo nicht unähnlich. Nur nicht zurück, sondern nach OBEN. Sie katapultieren sich in einem Bruchteil einer Sekunde auf 80 Höhenzentimeter und strecken dabei alle Extremitäten plus Schweif in die Horizontale und sehen dann fast aus wie ein Flughörnchen. Das erste mal  konnte ich das beobachten, als Bandit mit einem Stück silberfarbenen Hasenfell im Maul um die Ecke kam. Da das Hasenfell seinem Silbersomalifell fast aufs Tüpfelchen gleicht, sah Bandy aus, als hätte er einen Rauschebart. Seine beiden Brüder waren ob der Wucherung in seinem Gesicht so erschrocken, dass sie sich besagte 80 cm in die Luft erhoben. Interessant für den Betrachter wird die ganze Angelegenheit, wenn man die ersten 70 cm des Höhenfluges nicht sehen kann, wenn sie z.B. hinter der Couch starten. Man sieht dann plötzlich unvermittelt für einen kurzen Bruchteil einer Sekunde hinter der Couch einen Kater auftauchen, der dann sofort wieder, den Gesetzen der Gravitation folgend, verschwindet.  Ein Anblick, der so manchen Zeichentrickfilmer inspiriert haben könnte.

Diese Katapultstarts sind offensichtlich auch ansteckend. Insbesondere, wenn alle drei sehr angestrengt etwas beobachten. Wie neulich, als unsere Nachbarskatzendame ziemlich sauer durch die undurchsichtige Pergola brummte, die unsere Terrasse von der unserer Nachbarn trennt. Alle drei stierten in Jagdhundhaltung (Schnauze gerade, Schweif nach hinten abgestreckt, eine Vorderpfote erhoben) diese brummende Pergola an, als Herrli versehentlich mit dem Fuß gegen Major stieß. Dieser jumpte vor Schreck blitzartig nach oben. Ob des plötzlich neben ihm herrschenden Vakuums das nun wegen Majors erdnaher Abwesenheit entstanden ist, machte Bandit mit geringfügiger Zeitversetzung diesen Sprung nach. Da Major zwischenzeitlich wieder mit einem Plumps unten angekommen war ist Gangster von diesem Geräusch wohl erschrocken und ging in die Luft. Als alle drei wieder gesund unten angekommen waren, gingen sie nahtlos wieder in das „Pergolastieren“ über. Der gesamte Dreiersprung war in einer Zeitspanne abgeschlossen, in der man „piep“ sagen kann. Die Jungs hat das nicht weiter tangiert und nach der Einnahme von ein paar Herztropfen ging es den Menschen auch wieder besser…

 

 

Das Übel mit den Dübeln

 

11.08.2007

Eine ganz kurze Kurzgeschichte. Nur so zur Anspornung der Phantasie. Sozusagen ein rackeriger Appetithappen.

 

3 Racker im Hause, eine Schachtel mit 50 Fischerdübeln auf dem Schreibtisch vergessen. <Ende>

 

Ich sagte doch, dass das eine kurze Kurzgeschichte wird. Die Folgen ziehen sich allerdings ziemlich lange hin. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so viele Nischen, Ritzen und Winkel haben! Man freut sich richtig, wenn man mal wieder auf so ein Teil draufsteigt. Auch wenn´s weh tut. Im Moment sind wir bei 38 Wiedergefundenen. Mit was klackert denn Bandit da gerade? Oh, schön! 39!

 

Nachtrag 15.08.07

42! Drei Hubbel unter dem Läufer der unter den Fress-Schalen liegt entpuppten sich als Dübel. Sollten wir die restlichen 8 noch finden, werde ich berichten. Falls nicht, kann es als erwiesen gelten, dass es ein Bermudadreieck für Fischerdübel gibt.

 

Nachtrag 22.08.07

47!!! Im Wohnzimmer unter dem Schaffell waren auch noch 5! Unser Jagdinstinkt ist geweckt. Wäre doch gelacht, wenn wir die restlichen 3 nicht auch noch finden! Ha!

 

Nachtrag 31.08.2007

Wir haben 4 weitere Dübel gefunden. VIER! Jetzt werde ich aber stutzig! Vermehren sich die Dinger in den Spalten, Winkeln und Tiefen unseres Hauses??

 

 

Major baut um

 

20.08.2007 

Des nächtens ist bei uns seit geraumer Zeit Ruhe eingekehrt. Soll heißen, dass die drei Racker sich auch schlafen legen, sobald das Licht aus ist. Die Betonung liegt bei: „…sobald Licht aus ist“. Als ich gestern mal vor dem Göttergatten zu Bett gegangen bin, war das Licht eben noch nicht aus. Konsequente Folge: es herrschte noch keine Ruhe. Dass aber ständig lautes Klappern und Scheppern im ersten Stock zu hören war, war ungewöhnlich. Dort befindet sich keines der Spielzeuge der Racker, zumindest nicht lange, da es meist unweigerlich die Treppe runter fällt, kullert oder rollt. Es schepperte jedoch ziemlich heftig! Nachdem an diesem Abend bereits ein Bücherbord ausgeräumt worden ist, eine Katzenstreu-Streuaktion  und ein erneuter Wandlauf seitens Major stattgefunden hatte, wollte ich dann doch mal lieber nachsehen. Also: raus aus dem warmen Bett um die ungezügelte Kreativität von Major zu bewundern. Er hatte ein ca. 7 cm langes Wandleistenstück, das mittels extrastarkem, doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigt war abmontiert. Das extrastarke, doppelseitige Klebeband ist nun mangels Wandkontakt äußerst engen Kontakt mit Majors Pfote eingegangen, sprich: das Ding klebte daran. Extrastark. Major war nun seinerseits mit dem anhänglichen Verhalten der Wandleiste überhaupt nicht einverstanden und versuchte das Ding abzuschütteln. Dabei schlug er es (erfinderisch wie er ist) ständig gegen die Bürotüre. Er hatte Erfolg damit. Frauli war ja da, um ihn von dem Teil, unter Verlust einiger Pfotenhaare, zu befreien. Offensichtlich dürstete ihm nach Rache, denn er wollte das Teil nach der Befreiungsaktion unbedingt haben, um dem klebrigen Burschen mal so richtig zu zeigen wer hier der Kater im Hause ist. Also hieß es, verschlafen oder nicht, ein geeignetes Versteck zu finden. Der Schiebetürenschrank im Flur schien perfekt zu sein. Schiebetüren bieten zwar keinen nennenswerten Schutz vor Rackern, aber das Ding hat ja ein Schnappschloss, das man nur zudrücken muss. Mittels Schlüssel ist dieses Schloss dann wieder ganz einfach zu öffnen. Jedoch nur von Menschen. Wie gesagt: Perfekt! Himmlische Ruhe kehrte ein, da sich Major ein wenig schmollend, zu seinen beiden Brüdern gesellte, sich -ganz der brave Kater- putzte und für die Nachtruhe vorbereitete. Meine letzten Gedanken vor dem Einschlafen galten dem Schiebetürenschrank. Besser gesagt, den Schlüsseln dazu. Die habe ich seit unserem Umzug vor 2 Jahren nicht mehr gesehen…Was war gleich noch alles in dem Schrank, außer einem 7 cm langen Stück Wandleiste?

 

 

 

Zwangskuscheln

 

20.08.2007 

Haben Sie schon mal versucht eine Katze festzuhalten, die das gerade nicht will? Das flauschige Fellbündel fühlt sich schlagartig wie ein mit Wasser gefüllter Luftballon an und ähnelt in seiner Glitschigkeit einem Aal. In diesem Moment glaubt kein Mensch, dass eine Katze ein Skelett aufweist. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Sie haben eines. Ich habe es bereits gesehen. Auf einem Röntgenbild. Sie sind jedoch in der Lage, in Momenten, wie oben beschrieben, jegliche Knochenstruktur aufzuheben und mittels strampeln der Gliedmaßen,  die dann urplötzlich doch wieder eine äußerst stabile Knochenstruktur aufweisen, dem jeweiligen „Halter“ zu zeigen: SO NICHT! Sogar unser Kuschelmeister Major kann eine derartige, katzenverachtende Handlungsweise nicht leiden. Er ist allerdings verhältnismäßig leicht zu überzeugen, rächt sich dann aber mit der für Katzen so typischen Ausdauer. Seine glibbernde Abwehrreaktion wird umso schwächer, je stärker er am Kinn gekrault wird. Zögerliches, ja widerwilliges Schnurren geht nach kurzer Zeit in ein turbinenartiges, wohliges Brummen über und er fängt an sich in dem Anfangs so verhassten Halt der menschlichen Arme zu räkeln, strecken und schließlich so fest wie möglich an den Zweibeiner zu kuscheln. Nicht ohne diesen hin und wieder mit einem seiner berühmt, berüchtigten Katerküsse zu beglücken. Nahtlos geht das Kuscheltier von einer Dös- in eine Tiefschlafphase über und der Mensch, der meinte Major Knutsch entgegen seines Willens festhalten zu müssen, ist zum Stillsitzen verdammt. Dumm nur, wenn Mensch das 10 Minuten bevor er das Haus verlassen möchte getan hat. Die nächsten 30 Minuten sind Major´s! Mindestens!

 

 

Gangster macht das Rackerdiplom

28.08.2007

Wie schon weiter oben beschrieben, war Gangster unser braver Racker. Erschrecken Sie bitte nicht wegen der Vergangenheitsform des letzten Satzes. Es gibt unseren Gangster noch und erfreut sich bester Gesundheit, aber etwas anderes in diesem Satz gehört seit gestern der Vergangenheit an, aber lesen Sie selbst.

Wenn Major rumalbert und Blödsinn macht ist das normal. Bandit, der rasend wie Charly Chaplin auf Ecstasy, durch die Bude fegt: ein gängiger Anblick. Aber wenn Gangster sich so austobt wie gestern, dann können selbst seine Brüder nur mit den Ohren wackeln und in Deckung gehen. Es begann mit einem Rundlauf im Wohnzimmer über Tische und Bänke. Ein kurzer Abstecher in die Yuccapalme ließ das Pflanzgranulat aufspritzen. (Ich holte Kehrblech und Schaufel.) In der Zwischenzeit legte er einen seitwärts gelagerten Rutscher auf dem Wohnzimmertisch hin, der nebst Digi-Cam auch weitere dort platzierte Teile in der Stube verteilte. (Ich hob sie auf.) Der verdutzte Bandit erhielt, so als kleinen Pausenfüller, zwei Ohrfeigen und weiter ging die Hatz, die Treppe hoch. Ich hörte ihn im 1. und 2. Stock randalieren, hatte aber keine Lust nachzusehen. Oder war es Angst? Egal, er kam ja wieder. Mit einem Sprung landete er auf Majors Rücken, rollte sich  elegant ab und raste weiter. Inzwischen hechelte er bereits und setzte über ein, auf einem Sideboard abgestelltes, Pflanzenaquarium in dem ein nichtsahnendes Zyperngras, in viel Wasser stand und vor sich hinvegetierte. Sorry, das war falsch formuliert: er setzte SICH IN das Pflanzenaquarium, denn er hatte den Sprung ein klitzekleines bisschen falsch eingeschätzt und landete mit dem Hintern im Wasser, um natürlich sofort wieder herauszuhechten. (Ich ging in die Küche und holte Küchenpapier.) Zwischenzeitlich wollten seine Brüder aber natürlich auch sehen, was da so an Schlamm und Pflanzenteilen an Gangster hing und verteilten die Sauerei gleichmäßig auf Sideboard und Boden. (Ich drehte um und ersetzte das Küchenpapier durch einen großen Lappen.) Ziemlich angeekelt versuchte er sich sauber zu bekommen, verteilte dadurch aber noch mehr auf dem Boden. (Ich holte einen zweiten Lappen um Gangster sauberzumachen.) Ziemlich matt versuchte er dann noch an zwei Türrahmen hochzukommen, schaffte es aber nur auf eine geschätzte Höhe von 1,20 mtr. (Nein, ich habe kein Schleifpapier geholt. Ich war zu müde dazu.) Erschöpft ließ er sich danach vor mir und seinen ehrfürchtig dreinblickenden Brüdern nieder, streckte alle Viere von sich und blickte sich stolz um. „Ja,“ bestätigte ich ihm „ Gangster, du hast das Rackerdiplom bestanden und alles was du in den letzten Monaten versäumt hast, hast Du heute nachgeholt.“ Wenn Bandit und Major gekonnt hätten, hätten sie applaudiert. Können Katzen eigentlich selig lächeln? Gangsty sah ganz danach aus…

 

David Copperfield´s Erben

 
04.09.2007
Lebt der eigentlich noch? Den David Copperfield meine ich. Seit unsere Claudia ihn so galant abserviert hat hört man von ihm eigentlich garnichts mehr. Oder ich war ganz einfach schon lange nicht mehr beim Arzt und habe mich deshalb nicht mit der relevanten Litheratur befasst?. Sollte er nicht mehr leben - Gott bewahre, ich wünsche es ihm nicht - aber falls es so ist, er hat ebenbürtige Nachfolger, die Dinge und sich selbst verschwinden lassen können.
May I proudly present: THE MAGNIFICENT RACKER FROM SEEVETAL!
Ich gebe es ganz offen zu, ich bin keine würdige Vertreterin des Sternzeichens Jungfrau. Sind Jungfrauen doch ordnungsliebend und pedantisch - ich beherrsche das Chaos, oder das Chaos beherrscht mich - das kommt auf den Blickwinkel an. Als ich allerdings letztens nicht mal unsere Digitalkamera finden konnte wurde mir ganz anders. Die liegt immer griffbereit entweder auf dem Wohnzimmertisch oder auf dem Sideboard, damit sie stets einsatzbereit ist, um die Racker abzulichten. Dass die meisten Fotos dann nur Rackerteile, vorzugsweise Schwänze zeigen ist eine andere Geschichte. Ich suchte überall. Im Schlafzimmer, im Büro, in der Küche, ja sogar in der Gästetoilette. Nichts! Die Kamera war verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt stellte ich auch noch keinen Zusammenhang zwischen dem Accu her, der urplötzlich unter meinen Fußsohlen war, als ich nach Hause kam. Die Jungs tragen des öfteren Dinge von oben nach unten oder umgekehrt, je nach aktuellem Katzenbarometer. Der Blick des Göttergatten sage "Na, findeste mal wieder was nicht?" Mein Blick brachte seinen aber ganz schnell zum verstummen! Wie? Sagen Sie sich jetzt, wie kann man einen Blick verstummen lassen? Ich kann! Glauben Sie mir ich kann! Das kann übrigends jede Frau. Ich schweife ab, sorry. Weiter zu besagter Digicam. Sie wurde gefunden, unter der Couch, ohne Accu und ich glaube zu wissen wer sie dort unten deponiert hat. Kein Mensch! Das war der erste Teil der Copperfieldstory. Jetzt werden die Teile größer. Wenn ich nach Hause komme kann ich die Stubentüre nur langsam und zentimeterweise öffnen, da die drei Racker es noch nicht gelernt haben, dass sie einen Schritt zurückgehen sollten, wenn jemand rein möchte. Sofort ergießt sich ein felliger Strom von 3 Katerchen aus der Tür um mich zu begrüßen. Letztens war die Woge ein wenig klein. Es waren nämlich nur zwei. Das alarmierte mich im ersten Moment noch nicht sonderlich. Gangster wurde wohl von wichtigen Geschäften in der Katzenkiste aufgehalten. Aber im Bad war er auch nicht. Im Schlafzimmer vielleicht? Fehlanzeige. Jetzt wurde mir doch ein wenig mulmig. Hat der Göttergatte ihn vielleicht versehentlich im Keller eingeschlossen? Auch nicht! Gästetoilette? Leer. Unter der Couch? Nur Myriaden von Fell- und Staubmäusen. Gangster war weg!! Nur ein Fenster war gekippt, das im Badezimmer und der Kippfensterschutz war nicht herausgerissen. Wo war der Bengel nur? Die Prüfung sämtlicher Schränke brachte kein Ergebnis. Erst als Major und Bandit ständig unter die Couch sahen fing ich an nachzudenken. Er ist nicht unter der Couch, nicht hinter der Couch, dann kann er nur IN der Couch sein. Tatsächlich! Ein kleines Stück des Unterbodens der Couch war lose. Gerade groß genug, damit sich ein Racker reinquetschen konnte. Als ich das Teil ein wenig zur Seite bog, streckte sich mir eine ehemals weiße Schnute entgegen. Ein sichtlich glücklicher, wenn auch staubiger Gangster erblickte das Licht der Stube. Auf was für Ideen kommen die Jungs als nächstes? Wollen Sie in einer mit sieben Schlössern verschlossenen Tonne die Seeve runterfahren und sich ganz spektakulär daraus befreien? Die Seeve hat aber keinen Wasserfall!
 
 

Kamillenteejunkie

 
08.09.2007
Wenn ich mal Kamillentee trinke geht es mir richtig schlecht. Spätestens nach dem "Genuß" einer Tasse davon. Aber was macht man nicht alles, um eine Erkältung, die sowieso immer zwei Wochen dauert, in 14 Tagen hinter sich zu bringen? Meistens stürze ich das Getränk so schnell herunter, wie es dessen Temperatur gerade noch zulässt und lasse die beiden Teebeutel einfach in meiner Jumbotasse hängen. Dieses Verhalten sollte ich ändern. Major hat nämlich gerade den Teebeutel knurrend und brummend aus der Tasse gezogen und lässt sich die Beute partout nicht abjagen! Kamillenteetropfen auf Buchelaminat geben aber keine Flecken, oder?
 
 

 

Mr. Veryvery

14.09.2007

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die nach dem Aufstehen ca. 2 Stunden benötigen, um eine Bewegung im Gesicht zustande zu bringen und Gehörtes geistig aufzunehmen, geschweige denn, es zu verarbeiten. Kurz: ich bin ein Morgenmuffel. Ich weiß das, und meine Umwelt, sprich Dosipapa, richtet sich darauf ein. Morgendliches Hypnotisieren des Kaffeetasseninhaltes ist für mich normal und wird auch akzeptiert. Dosipapa weiß, dass mir zu dieser Zeit ein gemeinsames Schweigen am liebsten ist und hält sich auch (meistens) daran. Nun gibt es leider ab und an morgendliche Termine, die sich nicht verschieben lassen. So z.B. der Besuch unseres Schornsteinfegers morgens um 7 Uhr.(!) Mochte es mir auch noch so widerstreben, der Termin musste wahrgenommen werden. Da ich zu dem besagten Termin mit einer schnöden Erkältung zu Hause war, und somit nicht zu meiner üblichen Zeit um 5 Uhr aufgestanden bin, kam mir der „man in black“ zu meiner gesichtsstarren Zeit in die Quere. An unserem Schornsteinfeger ist alles „sehr, sehr“ -  was ihm den Spitznamen „Mr. Veryvery" eingebracht hat. Er ist sehr, sehr nett, sehr, sehr zuvorkommend und höflich, sehr, sehr gut erzogen und <seufz> das schlimmste für mich zu so einer grausamen Zeit: sehr, sehr mitteilungsbedürftig. Stets erklärt er mir was er tut, warum er es tut (die meisten Ärzte tun das nicht mal!) und „Ach, die Gasleckprüfung ist erst nächstes mal dran, aber Sie wissen ja, die Sicherheit, wir machen das mal lieber heute mit“. Ja, ich weiß, ist auch alles sehr interessant, nur möchte ich a) keine Schornsteinfegerin werden und b) schon gleich gar nicht morgens um 7!

Besagter Tag und Mr. Veryvery kamen. Ich öffnete ihm gesichtsstarr die Haustüre. Gangster und Bandit zeigten ihm sofort den Weg zu unserer Heizung unter dem Dach und liefen mit erhobenen Schweifen vor ihm her. Tolle Jungs! Das ersparte mir schon mal eine Minute Konversation, da Mr. Veryvery mit der Betrachtung der beiden Plüschpopos beschäftigt war, die da so hurtig vor ihm herhuschten. Major war der Besucher wohl unheimlich, er blieb unten.  Wir beide sind sowieso irgendwie seelenverwandt. Ich brachte das Kunststück fertig Mr. Veryvery zu fragen, ob ich die Kater wegnehmen solle, die bereits – teilweise unter der Heizung im Wandschrank verschwunden waren, oder seinen Rucksack geentert hatten. Mit einer launigen Bemerkung meinte er, dass dies nicht nötig sei. - Nun gut, wie er meint. Ich trollte mich wieder in Richtung Erdgeschoss. Auf dem Weg dahin hörte ich schon das erste energische „NEIN!“.

Kaum unten angekommen wurde ich gerufen, ich möge doch einen Lappen mitbringen. (???) Wie geheißen tat ich dies. Bandit hatte sich wohl in den Messkabeln verfangen, ist bei seinem Befreiungsversuch gegen die Heizungstür geschlagen, woraufhin Gangster wiederum erschrocken war und eine volle Gießkanne umgekippt hatte. Kateralltag halt. So was lässt mich inzwischen auch vor  7 Uhr kalt.  Mr. Veryvery hatte jedoch die ersten zarten Schweißtropfen auf der Stirn, da Gangster inzwischen auch noch irgendetwas zum Annagen in seinem Rucksack gefunden hatte. Ich glaube den Griff eines Schraubensziehers und hoffe mal nicht, Mr. Veryverys Mittagessen.  Ich wiederholte mein Angebot, die Kater mitzunehmen. Mr. Veryvery verneinte erneut lächelnd, nur jetzt schon einen Tick gequälter. Very, very tierfreundlich! Halb auf dem Weg nach unten hörte ich ihn wieder rufen: „Der Graue frist da etwas!“ Wendung kehrt um zu sehen was Bandit gefunden hat. Es handelte sich lediglich um eine bereits halb mumifizierte Spinne, die unter der Heizung ihr arachnoides Leben ausgehaucht hatte. Ich beruhigte Mr. Veryvery, dass Eiweiß gesund sei und wünschte Bandit einen guten Appetit. Letzteres brachte mir einen nicht zu deutenden Blick des Schornsteinfegers ein, aber was soll´s.  Wieder auf dem Weg nach unten hörte ich Worte wie „Geh doch raus da bitte“ und „oooooooooch nicht schon wieder“ aber: ich sollte sie ja nicht wegsperren… Dann halte ich mich auch daran. Punktum!  (Irgendetwas in meinem Gesicht zuckte) Kurze Zeit später war Mr. Veryvery fertig und stellte fest, dass die Jungs ja „sehr lebhaft sind“ und  dieses Jahr die Gasleckprüfung nicht dran wäre, wünschte mir eine gute Zeit bis nächstes Jahr – mit Seitenblick auf Bandit und Gangster- und war weg. Einfach weg! Nach nur 15 Minuten! Ohne weiterführende schornsteinfegerische Fachsimpelei! Irgendwie entstand urplötzlich ein Vakuum in meinem Kopf. War er wirklich schon weg? So schnell ging das noch nie! Und: es geschah ein weiteres  Wunder: es war 7:15, ich war gerade seit 45 Minuten wach und aus dem anfänglichen Zucken wurde ein breites Grinsen! Ich war so stolz auf meine Schornsteinfegerscheucher!

 

Sippsippsipp

 

04.10.2007

Im Gegensatz zu ihrer Mutter sind die drei Racker keine großen Plaudertaschen, oder wie man in Bayern sagen würde: „Ratschkattln“. Hab ich mit unserem Tigerle heiße verbale Diskussionen und tiefschürfende philosophische Gespräche geführt, so sind die drei Jungs ziemlich verhalten, was ihre Lautäußerungen betrifft. Aber sie hören auf manche Schlagworte phantastisch. Ein spezieller Ruf veranlasst sie alles liegen und stehen zu lassen, heißt das doch, dass es was zu essen gibt. Das machen Sie aber fast nur bei mir. Herrchen hat wohl eine nuschelige Aussprache. Wenn Gangster mich mit einem freundlichen „urrrr“ begrüßt, und ich dieses auf gleiche Weise erwidere freut sich der Kerl ein Loch in den Pelz. Lediglich Bandits Kiekser verstehe ich noch nicht so recht. Zumindest guggt er mich total entgeistert an, wenn ich ihn ankiekse. Ich hoffe mal, das ist nichts Obszönes! Bei dem Ruf „Juhungs“ bebt bei uns die Treppe, das heißt nämlich übersetzt „kommt Spielen“ oder „ hier ist was Neues“. Im Moment üben wir gerade ein neues "Schlagwort". Wenn es bei uns läutet, stürmen die 3 im Schweinsgallopp zur Haustüre. Ich bin es ziemlich Leid, die Jungs ständig aus der Schleuse, dh. aus unserem kleinen Vorflur, rausfischen zu müssen, wenn wir die Haustüre öffnen möchten. Da ich auch nur zwei Hände, aber drei Kater habe konnte das in der Vergangenheit schon eine ganze Weile dauern. Kaum waren zwei in der Stube und ich wollte den Dritten nachschieben, kam mindestens einer wieder durchgeflutscht. Also erfand ich den „Sippsippsipp-Ruf“. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht, warum ausgerechnet „sippsippsipp“ – ich habe keine Ahnung, aber es klappt. Das ist die Hauptsache. Wenn die Jungs in der Schleuse sind und ich in einem bestimmten Tonfall „sippsippsipp“ rufe, huschen sie ins Wohnzimmer und ich kann die Türe zumachen. Einen Haken hat das Ganze jedoch. Ich warte eigentlich auf den Tag an dem ich die Jungs aus der Schleuse raussippe, der Postbote, oder jemand anders das durch die geschlossene Haustüre gehört hat und mich nach dem Tür öffnen mit einem freundlichen „Balla-Balla?“ empfängt.

Die Antwort habe ich mir aber schon zu Recht gelegt: Ein freundliches „urrrr“ natürlich.

 

Kettenreaktion

 

24.10.2007

Der Katzenvater hatte es sich auf der langen Couch gemütlich gemacht, und ich (natürlich mit Lektüre) auf der kurzen. Frei nach dem Motto: lang zu lang und kurz zu kurz. Ich kann machen was ich will, immer wenn ich am lesen bin, lande ich irgendwann mal in Bauchlage, außer ich sitze auf einem Stuhl natürlich! Die kleine Couch ist aber sogar für mich zu kurz und so hing ich ein wenig fragezeichentechnisch über dem Sofa, die Ellenbogen gerade noch auf dem Rand, aber die Hände samt Buch hingen sozusagen im Freien. Das Buch war sehr fesselnd und so merkte ich nicht, dass Major darunter saß und bereits von Gangster mit wackelndem Hinterteil ins Visier genommen worden ist. Machen wir es kurz: Gangster zielt – Major springt nach oben- das Geschriebene kommt mir urplötzlich brilliantscharf vor die Augen - Buch knallt mir ins Gesicht –und der Herr des Hauses erstickt fast vor lachen an seinem Kaffee.

 

Ich musste mir die Geschichte jetzt gerade noch mal durchlesen. Das ganze ging nämlich so schnell, dass ich es fast nicht überrissen habe.

 

Jetzt verstehe ich auch den mänlichen Kommentar von wegen: Wissen einhämmern. Männer!

 

 

Situationen

 

29.10.2007

Wissen Sie,  was eine unschöne Situation ist? Nein?

Eine unschöne Situation ist, wenn ich in der Küche an der Arbeitsplatte stehe, das Katzenfutter zubereite und Major seine 10 vorderen Krallen in meinen Oberschenkel schlägt, um sich dabei so zu strecken, dass die Hinterbeine abheben und er ein sehr „anhängliches“ Verhalten zeigt.

 

Wissen Sie denn dann, was eine schmerzhafte Situation ist?

Eine schmerzhafte Situation ist, wenn Major das gleiche tut wenn ich morgens den Kaffee zubereite und im Bademantel mit, sagen wir mal „wenig drunter“ dastehe. Der Bengel schlüpft nämlich dazu unter den Bademantel.

 

Tja, und dann gibt es noch folgende Situation.

Ich stehe, die Hände voller Eigelb, Zwiebeln und Hackfleisch in der Küche, und genau in dem Moment wo Major locker, flockig die Küche betritt, fällt mir ein, dass ich die Jogginghose trage, die mir sowieso 3 Nummern zu groß ist, und deren Gummizug schon mindestens seit einem halbem Jahr erneuert werden muss.

Das ist dann eine Sch….situation!